Werte-KnowHow

Kann das "Whole System Change Modell" einen Beitrag zu mehr Teilhabe im Rahmen von Inklusion leisten?

Otc Inklusion

Review: Open Transfer Camp Inklusion am 21.03.2015 in Dortmund

Auf dem 1. Open Transfer Camp zum Thema „inklusion“ haben wir am 21.03.2015 unser Whole System Change Modell als Ansatz für mehr Teilhabe zur Diskussion gestellt – mit einem überraschenden Ergebnis…

140 Menschen mit und ohne Behinderung haben sich am 21. März 2015 in der TU Dortmund getroffen und sich in 27 unterschiedlichen Sessions lebhaft und engagiert über das Thema Inklusion ausgetauscht.

Die Stimmung während des Camps hat Daniela Herrmann sehr gut in ihrem Review eingefangen.

Eine der 27 Sessions im letzten Block am Nachmittag waren wir mit der Frage, ob unser Whole System Change Modell zu mehr Teilhabe beitragen kann und wie das konkret aussehen könnte?

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Dazu hatten wir ein Modell mitgebracht, das wir auf dem Boden schrittweise entwickelt haben.

Für alle, die nicht dabei waren oder mehr über das Whole System Change Modell wissen möchten, haben wir hier einen eigenen Beitrag online gestellt.

Zunächst waren wir nicht ganz glücklich damit, erst in der letzten Sessionrunde einen Platz gefunden zu haben. Oftmals ist die Energie später am Nachmittag bereits verbraucht und ein Teil der Besucherinnen und Besucher ist bereits gegangen.

Dieses Mal war es aber genau der richtige Zeitpunkt. 14 TeilnehmerInnen fanden den Weg in unsere Session und wir hatten den ganzen Tag Zeit gehabt, die Stimmung sowie Fragen und Probleme aufzunehmen und in unsere Präsentation einzubauen.

Das überraschende Feedback

Nachdem den ganzen Tag über in den Sessions zum Teil sehr kontrovers diskutiert wurde, waren wir auf die Resonanz zu unserem Input gespannt.

Überraschenderweise fand das Whole System Change Modell bei den Menschen, die sich zu Wort gemeldet haben, großen Anklang.

Das Modell sei sehr klar strukturiert und man könnte sich die Nutzung sehr gut vorstellen, um Projekte zu entwickeln und Gruppen und Prozesse zu begleiten.

Jemand merkte an, dass er die vielen Beispiele für kulturelle Werte auf den blauen Karten gar nicht unbedingt gebraucht hätte.
Beim Betrachten des Fotos im Nachhinein erscheint mir das auch eine zu starke Gewichtung. In unserer Beschreibung des Modells haben wir das jetzt geändert.

Und ein weiteres Feedback für die Anwendung des Modells bei der Arbeit mit Menschen mit und ohne Behinderung war der Vorschlag, das Modell aus einem Tandem von einem Menschen mit Behinderung und einem Menschen ohne Behinderung zu moderieren und zu begleiten.

Dieser Vorschlag unterstützt unseren Ansatz, Transfer- und Transformationsprozesse wenn möglich immer mit zwei Personen zu begleiten, um mithilfe des internen Feedbacks den Blickwinkel zu erweitern.

Danke an alle, die uns dabei unterstützt haben unser Whole System Change Modell noch besser an die Praxis und die Bedarfe anzupassen.

Und hier der Link für alle, die sich unser Whole System Change Modell noch einmal mit Beschreibung ansehen wollen.

 

Über den Autor

Stefan ZollondzBerater für messbares kulturelles Wertemanagement “Organisationen verändern sich nicht, Menschen verändern sich.” Mit dieser Grundhaltung unterstütze ich Unternehmer und Geschäftsführer aus dem sozialen Sektor, ihrer Organisation durch messbare, gemeinsame kulturelle Werte zu mehr Wachstum und Stabilität zu verhelfen. Denn ich bin der Meinung, dass Unternehmen, Organisationen, Teams und andere Gemeinschaften besser funktionieren, wenn ihre Führungskräfte sich für den Aufbau einer werteorientierten Kultur einsetzen. Gelingt die Messung kultureller Werte, gelingt auch Veränderung.Weitere Beiträge von Stefan Zollondz →